
Faszinierende Inselwelt im Pazifik
Haben Sie das gewusst?
Wissenswertes über Ozeanien
Fläche
- 397’000 km² (9,6 x die Schweiz)
Länder und Gebiete
Ozenanien umfasst 13 unabhängige Länder – absteigend sortiert nach Fläche:
- Neuseeland
- Salomonen
- Fidschi
- Vanuatu
- Samoa
- Kiribati
- Tonga
- Föderierte Staaten von Mikronesien
- Palau
- Cookinseln
- Marshallinseln
- Tuvalu
- Nauru
Abhängige Gebiete und subnationale Verwaltungseinheiten – absteigend sortiert nach Fläche:
- Hawaii (USA)
- Neukaledonien (Frankreich)
- Bougainville (Papua-Neuguinea)
- Französisch-Polynesien (Frankreich)
- Guam (USA)
- Nördliche Marianen (USA)
- Wallis und Futuna (Frankreich)
- Niue (Neuseeland)
- Amerikanisch-Samoa (USA)
- Osterinsel (Chile)
- Pitcairninseln (Vereinigtes Königreich)
- Norfolkinsel (Australien)
- United States Minor Outlying Islands (USA)
- Tokelau (Neuseeland)
- Korallenmeerinseln (Australien)
- Clipperton (Frankreich)
Indigene Völker Ozeaniens
- die Ureinwohner Australiens: Aborigines und Tasmanier
- Melanesier in Melanesien, z. B.: Kanak auf Neukaledonien, Torres-Strait-Insulaner
- Mikronesier in Mikronesien, z. B.: Chamorro auf den Marianen, Nauruer auf Nauru
- Papua auf Neuguinea, z. B.: Abelam, Iatmul
- Polynesier in Polynesien, z. B.: Māori in Neuseeland, Tongaer auf Tonga
Die indigene Bevölkerung Ozeaniens befinden sich in sehr unterschiedlichen Situationen. Während die Hawaiier nur noch in der Minderheit sind, ist der Anteil der Māori in Neuseeland noch bei knapp 15 %. Auf den Nördlichen Marianen haben die Mikronesier nur noch einen Bevölkerungsanteil von 21,3 %. Neuguinea hat grösstenteils eine indigene Bevölkerung, so wie auch die meisten der Südseeinseln, wobei die Zuwanderung von Indonesiern aus dem Westen des Landes in Westneuguinea immer weiter zunimmt und zu Konflikten führt.
Geologie
- Die meisten Inseln Ozeaniens sind vulkanische Erhebungen im durchschnittlich 4000 m tiefen Pazifischen Ozean, oft erkennbar an Vulkankratern an Land. Teilweise reichen die Vulkane auch nur bis knapp unterhalb der Meeresoberfläche und werden durch Korallen zu Riffen und flachen Inseln erweitert. Häufig sind auch Vulkaninseln, die von einem Gürtel aus Korallenriffen umrahmt werden oder Felsformationen aus dem von Korallen gebildeten Kalkstein haben. Hier finden sich häufig Höhlenstrukturen.
- Auslöser der vulkanischen Aktivitäten sind geologische Vorgänge in der ozeanischen Erdkruste. Die Bewegungen der Lithosphärenplatten im Pazifik sind auch Ursache des so genannten Pazifischen Feuerrings, an dem vor allem an dessen westlichem Rand viele Inseln entstanden. Durch Vulkanismus an Hotspots entstanden weit im Ozean liegende lange Inselketten, wie beispielsweise die Hawaii-Emperor-Kette mit den Inseln des Kure-Atolls, der Midwayinseln und den Hawaii-Inseln als Endpunkt.
Klima
- Die tropischen bis subtropischen Pazifikinseln im Osten Ozeaniens bieten ganzjährig wenig Abwechslung und beherbergen durch ihr feuchtheisses Klima eine Vielzahl an Formen von Regenwald. Die niederschlagsreichen Winter im Osten und der Monsun im Nordwesten (Indonesien, Papua-Neuguinea) heben das Jahresmittel hier deutlich an. Eine Ausnahme ist hier Neuseeland, wo kühlgemässigtes Klima vorherrschend ist.
Flora und Fauna
- Ozeaniens Flora und Fauna ist zweigeteilt. Zum einen gibt es die australische Tier- und Pflanzenwelt, mit zum Beispiel den Beutelsäugern und Kloakentieren, die bis zur so genannten Wallace-Linie im Malaiischen Archipel reicht, zum anderen die Welt der kleinen Inseln im Pazifik, wohin Landpflanzen und Landtiere nur über das Meer angeschwemmt werden können. Dort kann die adaptive Radiation beobachtet werden, die Auffächerung einer wenig spezialisierten Art an die vorhandenen Umweltverhältnisse in viele stärker spezialisierte Arten. Dabei sind flugunfähige Vögel, beim Fehlen grosser bodenlebender Raubtiere, eine häufige Erscheinung.
- Die Meeresfauna und -flora zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt aus. Bekannte Naturgebiete sind das Great Barrier Reef, das Korallendreieck, East Rennell, die Lord-Howe-Inselgruppe und die Nordwestlichen Hawaii-Inseln.
- Viele Tier- und Pflanzenarten Ozeaniens sind nur in kleinen Regionen heimisch und gelten daher als endemisch. Diese sind oft durch eingeschleppte Tiere, wie Hunde, Katzen, Schweine oder Ratten, vom Aussterben bedroht. Nur strenge Schutzmassnahmen retteten die Spezies. Weitere Bedrohungen stellen die Abholzung der Wälder im Inneren der Inseln, der Klimawandel mit dem damit ansteigenden Meeresspiegel und Veränderungen der Lebensräume und illegale Fischereimethoden dar.